Die Gründung
Wie alles begann
Die Geburtsstunde des damaligen "Jünglingsvereins" war 1892. 25 junge Männer trafen sich zur ersten Vereinsstunde. In den ersten Vereinsjahren wurde der Posaunenchor und ein Singchor gegründet. Mitte der 20er Jahre startete die Jungschararbeit. Für Spiel und Sport stand der Vereinsgarten im Haugenrain zur Verfügung, welcher 1937 gegen das Gelände des heutigen Ferientagheims getauscht wurde. Um das dort gebaute Jünglingsheim und der Vereinsgarten dem drohenden Zugriff des 3.Reichs zu entziehen, wurde beides 1942 an die evangelische Kirchengemeinde "übertragen". Nachdem sich die Wirren des Zusammenbruchs 1945 etwas gelegt hatte, regte sich neues Vereinsleben. Der Posaunenchor wuchs wieder, nachdem 16 Bläser aus dem 2.Weltkieg nicht mehr zurückgekehrt sind. In den 50er Jahren wurde für junge Erwachsene der Jungmännerkreis gegründet und für Jugendliche die Jungenschaft.
Der Zusammenschluß des Evang. Mädchenwerk in Metzingen mit dem
CVJM brachte 1976 einen enormen Aufschwung. Der Vereinsname "Christlicher Verein
junger Männer" änderte sich in den "Christlichen Verein junger
Menschen". Viele neue Mädchen- und gemischte Gruppen gründeten
sich.
Die CVJM sind als eine Vereinigung junger Männer entstanden. Heute steht die Mitgliedschaft allen offen. Männer und Frauen, Jungen und Mädchen aus allen Völkern, Konfessionen und sozialen Schichten bilden die weltweite Gemeinschaft im CVJM. Die "Pariser Basis" gilt heute im CVJM-Gesamtverband in Deutschland e.V. für die Arbeit mit allen jungen Menschen.
Die "Pariser Basis
Die Christlichen Vereine Junger Männer haben den Zweck, solche jungen
Männer miteinander zu verbinden, welche Jesus Christus nach der Heiligen
Schrift als ihren Gott und Heiland anerkennen, in ihrem Glauben und Leben seine
Jünger sein und gemeinsam danach trachten wollen, das Reich ihres Meisters
unter jungen Männern auszubreiten.
Keine an sich noch so wichtigen Meinungsverschiedenheiten über
Angelegenheiten, die diesem Zweck fremd sind, sollten die Eintracht
brüderlicher Beziehungen unter den nationalen Mitgliedsverbänden des
Weltbundes stören."
Der Satz, den wir heute als "Pariser Basis" bezeichnen, wurde von dem
22jährigen Jurastudenten Frederic Monnier formuliert. Die Pariser Basis gilt
seit 1855 und wurde bei der 100-Jahr-Feier 1955 sowie erneut bei der
125-Jahr-Feier 1980 bestätigt. Bis heute gilt sie als Grundlage der
CVJM-Arbeit in aller Welt.